Jahreshauptversammlung 2017

Monika Herbst bestimmt die Geschicke

Neuwahlen der Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener

 

Mitterfelden. –(Andreas Pils) 

Das Jahresmotto der Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener im Berchtesgadener Land heißt „Glück heißt auch die Höhen und Tiefen des Lebens meistern zu können“. Zügig führten die Mitglieder nun im Rotkreuz-Haus die Hauptversammlung durch. Neben Ehrungen gab es Neuwahlen. Dem bewährten Vorstandsteam mit Vorsitzender Monika Herbst, 2. Vorsitzender Inge Henninger, Kassier Rupert Herbst sowie Kassenprüfer Manfred Walter sprachen die Mitgleider erneut einstimmig das Vertrauen aus.

 

Eingangs begrüßte die 1. Vorsitzende Monika Herbst die Mitglieder und hieß besonders 2, Bürgermeister Gerhard Kern und den Pressevertreter willkommen. Die Seelsorger Werner Buckel (Urlaub) und Wernher Bien (anderer Termin), sowie die BRK-Bereitschaftsleiterin Alexandra Heßberger wegen Schulung, entschuldige sie.

Namentlich dankte Herbst der Familie Leppertinger, Silvia Wetzelsberger, Hans Vocklinger und Alexandra Heßberger, ohne diese ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen würden die Gruppennachmittage nicht so reibungslos stattfinden. Dankesworte richtete sie an alle Sponsoren und finanziellen Unterstützern der Selbsthilfegruppe, der gesamten Vorstandschaft für die geleistete Arbeit und zuletzt dem „Edelweiß-Duo“ für die musikalische Gestaltung der Feste.

 

Herbst erinnerte daran, dass am 10. Mai der bundesweite Tag gegen Schlaganfall unter dem Motto „Gesundheit braucht Motivation – So finden sie ihren Weg“ stattfinde. Das Wort Motivation stamme aus dem lateinischen „movere“ und bedeute bewegen. Die Stiftung Schlaganfall erwarte, dass Gruppen immer einen Aktionstag machen. Herbst sagte, sie habe den Ratshaussaal in Freilassing gemietet. Zuvor waren schon in Mitterfelden und Bad Reichenhall Aktionstermine. Ärzte und Physiotherapeuten von Loipl werden am 10. Mai um 15. 30 Uhr einen Vortrag halten. Sie hofft, dass eine große Anzahl der Gruppe kommt. „Leider interessiert dieses Thema die Leute erst wenn sie selbst die Krankheit haben“, resümierte Herbst. Zum Abschluss sagte sie: „Es ist wichtig im Leben ein Ziel zu haben. Aber wichtiger ist ein schöner Weg dorthin mit Gleichgesinnten, um sich miteinander an der Problembewältigung ihrer Krankheit auszutauschen.“

 

Die Anwesenden legten eine Gedenkminute für die verstorbenen Gruppenmitglieder ein. Dazu zündete Monika Herbst eine Kerze an.

In seinem Grußwort dankte Ainrings 2. Bürgermeister Gerhard Kern für die Einladung zur Hauptversammlung. Er betonte es sei wichtig zusammenzuhelfen und zusammenzuhalten, das gehe schon in der Familie an und im Großen und Kleinen in der Situation der Gruppenmitglieder, wo man nicht mehr so gesund sei und Hilfe brauche. „Wenn man miteinander was bewältigen kann, ist es leicht zu ertragen. Es ist gut was sie machen.“ Kern erinnerte, dass Monika Herbst schon vor Jahrzehnten den Verein ins Leben gerufen habe und er dies für sehr wichtig erachte. Zum Schluss wünschte er für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen.

 

Vorsitzende Monika Herbst ist zugleich Schriftführerin. In ihrem Rückblick rief sie die Ereignisse des Vorjahres wie die Sondervorstellung des Ainringer Bauerntheaters für Schwerbehinderte der Gemeinde Ainring in Erinnerung. Sie bedankte sie sich, dass, die Gruppe jedes Jahr eingeladen werde. Zusammen mit ihrem Gatten war sie beim Neujahrsempfang des Pfarrverbandes Ainring und sie nahm an der Infoveranstaltung der Selbsthilfekontaktstellen zur Förderung des SHGs durch die gesetzlichen Krankenkassen teil. Faschingsfeier, Spielenachmittag, Teilnahme an der Jahreshauptversammlung der BRK-Bereitschaft Ainring, Vortrag der örtlichen Apothekerin über Nebenwirkungen von Medikamenten, das traditionelle Eisessen in Kühnhausen am Waginger See, ein Infostand in der Kreisklinik Bad Reichenhall zum nationalen Tag gegen den Schlaganfall und der Ausflug nach Schloss Hellbrunn waren die Aktivitäten im ersten Halbjahr.

 

Erster Termin in der zweiten Jahreshälfte war das Grillfest, dem ein Infostand in der neurologischen Reha-Klinik Medical-Park Bischofswiesen folgte. Mitte September standen Übungen mit Terrabändern im Sitzen mit einer ausgebildeten Therapeutin für Rehasport auf dem Programm. Weiter ging es mit dem Jahresgeburtstagsessen mit anschließendem Krankengottesdienst im Pfarrzentrum „St. Severin“. Herbst erläuterte dazu, dass es den Leuten sehr gut gefallen habe und Pfarrer Wernher Bien schon eine Zusage für den Oktober gegeben habe. Weiters wurde eine Veranstaltung der Selbsthilfekontaktstellen Bayern in der Simssee-Klinik Bad Endorf besucht, und die Vorsitzende nahm an der Mitgliederversammlung des Bayerischen Verbandes Schlaganfallbetroffener teil. Die Erstellung des Jahresplanes und das beliebte Bingospiel mit Preisen der örtlichen Geschäfte, ein Vortrag in der Kreisklinik Bad Reichenhall über neueste Behandlungen bei Schlaganfall, die Einladung der Selbsthilfekontaktstelle zum Gruppensprechertreffen und eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier rundeten das Jahr 2016 ab.

Kassier Rupert Herbst teilte den Vereinsmitgliedern detailliert die Einnahmen und Ausgaben mit. Er konnte von einem positiven Kassenbestand berichten.

Inge Henninger hatte zusammen mit Manfred Walter die einwandfreie Kassenführung geprüft und empfahl der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft, welche einstimmig per Handzeichen erfolgte.

Zu den schönen Aufgaben einer Hauptversammlung gehören die Ehrungen. Vorsitzende Monika Herbst bat zunächst das Ehepaar Agnes und Ludwig Scheul und danach Brigitte Mittag zu sich. Diese erhielten in Würdigung und Anerkennung für ihre 10-jährige Vereinstreue eine Urkunde.

 

Im nächsten Tagesordnungspunkt standen die Neuwahlen an. Als Wahlleiter fungierte Vize-Bürgermeister Gerhard Kern. Für alle Positionen stellten sich die bisherigen Amtsinhaber zur Verfügung und es gab keine weiteren Kandidaten.

Per Akklamation wurde je nach Ehrenamt mit dem folgenden Ergebnis abgestimmt: Vorsitzende Monika Herbst, 2. Vorsitzende Inge Henninger und Kassier Rupert Herbst. Der jeweilige Wahlvorgang war einstimmig und die Gewählten nahmen die Wahl an. Kassenprüfer bleiben Inge Hennininger und Manfred Walter.

 

Im Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ richtete die wiedergewählte 1. Vorsitzende Grüße von beiden Pfarrherren aus. Von Monika Trautmann, welche jetzt in Schleswig-Holstein wohnt, habe sie wegen einer Liste telefoniert und wurde gebeten ebenfalls Grüße auszurichten.

Herbst informierte über den Übergang von der Pflegeversicherung zu Pflegegraden. Es sindseien 40.000 Anträge eingegangen und es gebe viele Überstunden. Jeder habe das Recht bei der Krankenkasse einen Termin zu vereinbaren und sich beraten zu lassen. „Wer noch keine Pflegestufe hat und möchte eine beantragen, kann bei der Krankenkasse anrufen, die vermittelt dann den medizinischen Dienst. Der bayerische Schlaganfallverband hat am 29. Juni in München eine Tagung, einen Workshop“.

Weiter ging Herbst auf haushaltsnahe Leistungen ein. Wer seine Wohnung oder Haus altersgerecht umbauen möchte, da habe sie einen guten Kodem könne sie einen guten Kontakt zur Sozialarbeiterin vom Loipl vermitteln. Diese komme zur Beratung ins Haus. Umbauten wie etwa Treppenlift müssen immer vor Baubeginn beantragt werden.

Am Schluss las Monika Herbst das Gedicht „Das ist seltsam mit dem Alter“ vor. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Mitglieder die Hauptversammlung ausklingen.

 

 

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