Massage mit dem Igelball

Manfred Walter zu Gast in der Schlaganfallgruppe

 

Manfred Walter der stellvertretende Vorsitzende des Behinderten und Versehrtensportvereins Freilassing , referierte beim Gruppentreffen der Schlaganfallselbsthilfegruppe Berchtesgadener Land.

  Er erklärte  die Handhabung und Wirkungsweise des kleinen stacheligen Balles.

Mi diesem werden die Muskeln gelockert, massiert und besser durchblutet. Außerdem werden in gelähmten Armen und Beinen  bei Schlaganfallpatienten die Nerven gereizt und damit lässt sich in Selbstbehandlung die Spastik durch die Nervenreizung etwas lockern. Eine Spastik wird durch eine Schädigung des Gehirns oder des Rückenmarks, eine Erkrankung des zentralen Nervensystems ausgelöst. Viele Schlaganfallpatienten leiden darunter.

Nach dieser kurzen Einführung bekam jedes Mitglied einen kleinen Igelball und konnte  die Massage an sich selbst, Arm oder Bein ausprobieren. Je mehr Druck auf den Ball ausgeübt wurde, umso intensiver die Massage.

Der nächste Schritt war dann die Partnermassage am Rücken. Dabei gab es viel Gelächter und Spaß, denn wer sehr kitzelig ist musste sich erst an das  Gefühl gewöhnen.  Aber alle Betroffenen waren sich einig wie wohltuend so eine kleine eigen Massage mit dem kleinen Ball ist, berichtet Leiterin Monika Herbst

Zum Abschluss stellte Manfred noch  seinen Verein vor. Die Gruppenmitglieder erlebten einen lehrreichen aber gleichzeitig auch heiteren Nachmittag.

 

 

 

 

 

Spielenachmittag bei der Schlaganfallgruppe

Warum ist auch ein Spielenachmittag im Jahresprogramm der Selbsthilfegruppe wichtig?

Ainring -  Fester Bestandteil im Jahresprogramm bei den Treffs  der Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener  Berchtesgadener Land im BRK-Haus Ainring gehören regelmäßige Spielenachmittage.

Gruppenleiterin Monika Herbst: „Unverzichtbar sind bei den Spielenachmittage  trotz aller Behinderungen durch  erlittenem Schlaganfall das Miteinander und Gemeinsamkeitsgefühl beim Ausüben von  Spielen, die Geist und Körper anregen, aber auch Abwechslung ins Alltagsleben bringen. Die Tätigkeit wird mit Lust und Freude ausgeübt  und bewegt sich zwischen Spannung und Entspannung ohne einen unmittelbaren Gewinnzweck zu erfüllen.“

Spielen sei keineswegs „Kinderkram“, sagt Monika Herbst, sondern drücke Lebenskraft und Menschsein aus. Das Bedürfnis zu spielen bleibe bis ins hohe Alter bestehen und halte lebendig. Spielen sei eine Quelle der Kraft, so wie das bei der Schlaganfallgruppe beispielhaft  praktiziert werde.

Ein Blick der örtlichen Presse in den geräumigen Aufenthaltsraum des Rot-Kreuz-Hauses in Mitterfelden dokumentiert es: Zwei Gruppen spielen „Mensch ärgere dich nicht“, eine Runde sitzt beim „Romme“ zusammen und  weitere  andere strengen sich beim „Memory“ an, wobei nicht verschwiegen werden soll, dass es mit zunehmenden Alter immer schwieriger wird, die passenden Bildpaare zusammenzufinden. Zur Konzentrations-Erholung spielte diese Gruppe noch „Schwarzer Peter“. Alle Gruppen hatten bei ihrem Spiel Spaß und Freude und man merkte: E wird ein Zusammensein ohne Konkurrenz erlebt. Die Anwesenden sind  von Kummer, Sorgen und Belastungen abgelenkt – und dies ist schließlich Sinn und Zweck dieser Zusammenkünfte der Selbsthilfegruppe mit vielschichtigen Angeboten und Erläuterungen.

Zum Abschluss des Gruppennachmittags informierte  Leiterin Monika Herbst, selbst Schlaganfallbetroffene,  noch die Mitglieder über die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen der Krankenkassen.

Ein lustiger Sketch (gespielt vom Ehepaar Inge und Manfred Henninger) eines Ehepaares über die etwas problematische Mitnahme eines Regenschirmes zum Ausflug, erheiterte die Anwesenden nochmals sehr. Kurzum: Bei diesem Gruppentreffen wurde viel gelacht und Freude ausgestrahlt. Es war ein rundum gut gelungener und gestalteter Nachmittag, der vielleicht auch andere Betroffene animieren könnte zu einem unverbindlichen Besuch. Mehr zu erfahren ist unter den Telefonnummern 08654/5657 oder 08651/770140.

   
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